Wieso ein Auslandssemester euer Leben verĂ€ndert 🌍

Ach, die gute alte Studizeit. Ist bei mir definitiv schon ein paar Jahre her. 2012 hab ich meinen Bachelor im Fach “Europastudien: Sprache, Literatur, Kultur” an der Katholischen UniversitĂ€t EichstĂ€tt-Ingolstadt angefangen. Und ein B of A und eineinhalb MasterstudiengĂ€nge spĂ€ter war ich dann im Jahr 2018 fertig. Die Studizeit an sich war auch sehr sehr schön, aber eins ist mir besonders im GedĂ€chtnis geblieben – mein Auslandssemester in Malmö, Schweden.

Wenn ihr die Chance habt: Macht ein Auslandssemester!

Warum? Nicht nur, weil man eine neue Kultur oder eine neue Sprache kennen lernt oder weil es sich ziemlich gut im Lebenslauf macht. Ne! Man lernt sich selbst vieeeeel besser kennen. Diese Erfahrung habe ich jedenfalls gemacht.

Einzigartige Erfahrungen

Boot-Party im Hafen, Ausflug nach Lappland inklusive Nordlichter und wöchentliches gemeinsames internationales Kochen in der StockwerkskĂŒche. Mein Auslandssemester war wirklich eine ganz besondere Zeit. NatĂŒrlich darf man da das Studieren nicht vergessen, denn die Noten zĂ€hlen schließlich genauso wie an der Heimatuni. Trotzdem habe ich die Zeit in Malmö genutzt und alles, wirklich ALLES, mitgemacht. Schließlich ist es doch etwas anderes irgendwohin in den Urlaub zu fahren oder eben dort zu leben. Ich hatte die ganze Zeit eine bestimmte Frage im Hinterkopf “Wann habe ich jemals wieder die Chance dazu?” und genau nach diesem Prinzip habe ich auch wĂ€hrend meines Auslandssemesters Schweden gelebt. Und ich bereue es nicht.

   

Schaffe ich das?

Das war mein erster Gedanke, als ich das erste Mal alleine in meinem Zimmer im Studentenwohnheim saß. Bekomme ich das alleine hin? Ohne Mama, ohne Papa? Das Auslandssemester ist definitiv eine Herausforderung. Das erste Mal so weit und so lange von zuhause weg zu sein. Mit der Sprache zurecht zu kommen, mit dem Geld zurecht zu kommen, denn Schweden ist wirklich ein sehr sehr teures Pflaster.

Aber wenn man all diese Herausforderungen meistert, dann fĂŒhlt man sich so richtig gut. Ich habe gelernt zu kochen, zu backen. Mein Englisch (das Tag und Nacht gesprochen wurde) hat sich gefĂŒhlt ums zehnfache verbessert und irgendwann wurde es sogar so krass, dass ich nur noch auf Englisch getrĂ€umt habe. Ich hab einfach gelernt mich im Leben zurecht zu finden und ich habe tolle Freundschaften geschlossen, die bis heute halten.

 

Internationale Freundschaften

Internationale Freunde zu haben, lohnt sich. Allein schon, weil man sich gegenseitig besuchen kann. Ich hab mittlerweile eine Freundin in Brasilien besucht, war in Prag, in Wien, in den Niederlanden oder beispielsweise auch einfach in Bremen, wo’s mich frĂŒher wahrscheinlich nie hingezogen hĂ€tte. Dabei ist Bremen eine so tolle Stadt. Und wenn man eine StĂ€dtetrip auch noch mit einem Besuch verknĂŒpfen kann, dann macht’s das umso schöner.

 

Wer bin ich? – Selbstreflexion

Wissenschaftler haben mittlerweile herausgefunden, dass ein Auslandssemester die Persönlichkeit verÀndert.

Studenten mit Auslandserfahrung seien offener fĂŒr Erfahrungen, sozial vertrĂ€glicher und emotional stabiler. 

Das sagen jedenfalls die Psychologen Julia Zimmermann und Franz Neyer von der Friedrich-Schiller-Uni in Jena. Die haben ne Studie durchgefĂŒhrt, die im Journal of Personality and Social Psychology veröffentlicht wurde.  Und ganz ehrlich? Ja! Das kann ich definitiv unterschreiben.

Denn man lernt, sich aus seiner Komfortzone heraus zu bewegen. Man traut sich viel mehr, das Selbstvertrauen ist eindeutig gestiegen. Und gleichzeitig macht es einen auch viel bodenstĂ€ndiger, denn man lernt die kleinen Dinge im Leben zu genießen und zu schĂ€tzen. Ich habe auch das GefĂŒhl, dass ich durch das halbe Jahr in Malmö viel neugieriger und kreativer geworden bin. Und das Schöne ist: ich hab das alles beibehalten – bis heute. Das soll jetzt nicht allzu kitschig klingen, aber ich bin so froh, dass ich die Chance hatte ein Auslandssemester zu machen. Denn es hat mich geprĂ€gt und in gewisser Weise auch geformt und zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin.

 

Mein Tipp: Haltet alles fest!

Egal wie! Ob ihr viele Fotos oder Videos fĂŒr euch privat macht, ob ihr Tagebuch schreibt oder vielleicht auf YouTube ĂŒber euer Auslandssemster vloggt. Speichert alles! Denn glaubt mir, auf diese Erinnerungen schaut ihr besonders gerne zurĂŒck! Ich selbst hab tatsĂ€chlich einen Blog ĂŒber mein Semester in Schweden geschrieben. Den findet ihr hier. Gerade jetzt in Corona-Zeiten, wo Reisen nicht wirklich möglich ist und man gerne mal Fernweh bekommt, da schau ich die alten Fotos und die alten BlogeintrĂ€ge besonders gerne an.

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