Lockdown, der Dritte? Oder war’s doch schon der Vierte? – Eine Gedankenreise

Hach, wie schön wäre es einfach in den Flieger zu steigen und irgendwohin zu fliegen? Dahin, wo’s warm ist? Oder vielleicht doch lieber dahin, wo’s noch kälter ist als hier bei uns? Aber geht ja nicht. Weder noch. Weil: Lockdown. Und zwar vorläufig noch bis Mitte Februar. VORLÄUFIG. Vielleicht müssen wir sogar noch länger ausharren. Wir wissen’s ja noch nicht.

Was meinem Fernweh nicht geholfen hat, sondern es eher noch schlimmer gemacht hat: Ich hab mir letztens erst Bilder von meinen ganzen Reisen angeschaut. Was vorher das natürlichste der Welt war, ist mittlerweile unmöglich. Und weil eben live verreisen nicht geht, nehm ich euch heute mal mit auf eine Bilder- und Gedankenreise durch die schönsten Städte, die ich bisher gesehen habe.

Straßburg (Frankreich)

Das war damals noch zu Unizeiten. Da gab es die Möglichkeit mit den Politikwissenschaftlern für eine Woche nach Straßburg zu fahren. Und natürlich hab ich mich als damalige European Studies-Studentin sofort dafür angemeldet. Denn für mich gabs nichts besseres, als live zu erleben, was ich zu der Zeit nur aus meinen Europäische Geschichte-Büchern kannte: das Europäische Parlament, also jedenfalls den Teil, der in Straßburg steht.

Straßburg ist eine wahnsinnig schöne Stadt. Ohne die Studifahrt wär ich wahrscheinlich nicht mal auf die Idee gekommen mal dorthin zu reisen. Deswegen bin ich umso glücklicher, dass ich damals die Chance genutzt habe. Die vielen kleinen Gässchen, die vielen kleinen Cafés, die leckeren Baguettes und Croissaints, nicht zu vergessen die Macarons,… hach. Da läuft mir gleich das Wasser im Mund zusammen. Nicht zu vergessen das Highlight der Stadt: das Liebrauenmünster oder La Cathédrale Notre-Dame. Ein wahnsinnig faszinierendes Gebäude, das plötzlich aus dem Nichts über einem aufregt, wenn man nur um die Ecke biegt.

Mein Tipp: Sich einfach treiben lassen und die Altstadt zu Fuß erkunden.

 

London (England)

Eine wahnsinnig schnelllebige Stadt. Und vor allem eine wahnsinnig große Stadt mit wahnsinnig vielen Touristen. Deswegen sollte man sich tatsächlich VOR dem Städtetrip schon überlegen, was man alles sehen möchte. Denn die Schlangen vor den Sehenswürdigkeiten ist extrem lang – egal zu welcher Jahreszeit. Und übrigens: Über London sagt man ja „Manchmal regnet es und manchmal regnet es immer“. Fakt ist: In Rom regnet es sogar häufiger als in London und das nicht nur im Sommer.

Ich hatte bei meiner letzten Reise nach London extrem viel Glück mit dem Wetter. Ich war im Oktober 2017 dort und das bei schönstem Sonnenschein und warm war’s auch noch! Ich hatte mir vorab den London Pass (Werbung, wegen Erwähnung, unbezahlt) geholt. Und den würde ich auch jedem empfehlen. Denn damit spart man sich wirklich nen Haufen Geld und bei manchen Stationen muss man dank des Passes nicht mal anstehen.

Wenn man das erste Mal in London ist, dann würde ich als Sehenswürdigkeiten die St. Paul’s Cathedral, den Tower, die Tower Bridge, Westminster Abbey und, wenn man sich – so wie ich – für Literatur interessiert, das Globe Theatre – also das Shakespeare Theater (nicht für ne Aufführung; man kann auch so eine Führung durch den Globe machen; ist vor allem für Kinder, die schon Englisch sprechen richtig cool).

Mein Tipp: Holt euch den London Pass und plant wirklich gut, was ihr an welchem Tag sehen wollt und vor allem: schaut auch immer gleich auf der Karte wie weit die Sehenswürdigkeiten voneinander entfernt liegen. Sonst ist man am Ende des Tages mehr mit der U-Bahn unterwegs als man von London gesehen hat.

 

Stockholm (Schweden)

Das gleiche gilt eigentlich auch für Stockholm. Auch eine wahnsinnig große Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten. Auch da sollte man sich im Voraus überlegen, was man alles sehen möchte. Stockholm ist vor allem etwas für diejenigen, die gerne in Museen gehen. Den Museen gibt’s dort viele, nicht umsonst heißt die kleine Insel im Zentrum der Stadt „Museumsinsel“. Oder man geht in der Altstadt ein wenig bummeln, dort gibt’s viele kleine Geschäfte mit tollen Souvenirs.

Generell erwarten einen in Stockholm 14 Inseln und etwa 57 Brücken. Und man sollte immer eine Bankomat- oder Kreditkarte dabeihaben, denn in manchen Läden, Restaurants oder sogar Cafés ist bargeldloses Zahlen tatsächlich die einzige Möglichkeit. Was ihr definitiv auch einplanen solltet ist eine Kaffeepause, eine sogenannte Fika. Dazu gibt’s neben Kaffee meistens auch eine Süßspeise, wie beispielsweise Zimtschnecken.

Mein Tipp: Sich nicht stressen lassen. Stockholm hat zwar wahnsinnig viele interessante Museen, ein Spaziergang durch die wunderschöne Altstadt mit anschließender Kaffeepause in einem der kleinen Cafés hat aber auch seine Vorzüge.

 

Amsterdam (Niederlande)

 

Amsterdam ist ein herrlicher Mix aus Kleinstadt und Metropole. Viele Szeneviertel, viele Touri-Hotspots und viele Antiquitätenläden. Die Stadt lädt zum Shoppen ein oder man macht es sich in einem der zahlreichen Cafés gemütlich und trinkt eine heiße Schokolade. Ich kann euch dabei wärmstens „Bagels and Beans“ empfehlen. Gibt’s gefühlt an jeder Ecke. Ist ein super toller Laden mit super leckeren Bagels und der besten heißen Schokolade, die ich je getrunken habe!

Nach Amsterdam gings für mich einmal mit dem Zug (bin kein Fan davon! Es gibt nichts Schlimmeres als umsteigen zu müssen, wenn man auch noch einen riesen Koffer dabei hat!) und zweimal mit dem Auto (das ist eher nach meinem Geschmack. Allerdings sollte dann im Budget auch etwas für die Parkplatzgebühr einberechnet werden, und die ist nicht gerade billig).

Generell ist es in Amsterdam seeehr seehr teuer, auch die ganzen Eintritte in die verschiedenen Sehenswürdigkeiten sind kein billiger Spaß. Deswegen sollte man sich auch hier vorher überlegen, was man sich anschauen möchte und vor allem die Tickets online vorbestellen! Bestes Beispiel: Das Anne Frank Haus. Wollte ich schon immer sehen, bisher hab ich es aber nie geschafft, da entweder erstens die Schlange vor dem Haus viieeeel zu lang war oder zweitens keine Tickets mehr online verfügbar waren. Das Anne Frank Haus ist generell sehr begehrt und steht also weiterhin auf meiner Bucket List. Nach Corona dann vielleicht 😉

Bis dahin bleibt uns wohl nichts anderes übrig als alte Bilder zu durchstöbern. Und bald isses hoffentlich dann wieder möglich ganz neue Erinnerungen zu machen und neue schöne Fotos zu knipsen. Wo wollt ihr nach Corona als erstes hinreisen? Bin schon gespannt auf eure Kommentare! 🙂

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