Wenn irgendwie die Luft raus ist…

Vielleicht kennt ihr ja dieses Gefühl: ihr sitzt am Handy, scrollt durch Facebook oder Instagram und in jedem zweiten Post seht ihr sie – sehr junge, super erfolgreiche Influencer. Manchmal viel jünger als man selbst ist, manchmal auch welche im selben Alter.

Oder man sieht Bilder von alten Schulkameraden. Auch da mittlerweile viele super erfolgreich: Firmenchefs, eigene Arztpraxen und und und… Das Abitur ist schließlich fast 10 Jahre her – die haben halt was gemacht aus ihrem Leben, einige habens alleine geschafft, viele wohl auch mit der ein oder anderen Finanzspritze der superreichen Eltern.

Und dann sitzt man da, schaut sich in der Spiegelung des Handybildschirms an und denkt sich: Ja, und was hab ich geschafft?

Man denkt sich “wieso kann ich nicht so super erfolgreich sein wie die ganzen Blogger und Influencer da draußen? Warum komm ich jobtechnisch einfach nicht voran?” Dann kommt vielleicht so ein minimaler Anflug von Motivation… und direkt danach das Gefühl, dass man einfach sowas von hinterher ist. So geht’s mir jedenfalls zurzeit.

Ich will mich ja eigentlich auch gar nicht beschweren. Privat könnte ich mir nichts anders wünschen als es jetzt ist. Ich lebe hier auf dem Land, mit meinem Freund, in einem großen Haus. Hinter dem Haus geht’s raus aufs Feld – in die wunderschöne Natur des Hunsrücks. Wir haben zwei Katzen, einen kleinen Hund und genießen die Zeit zusammen als kleine Familie.

Beruflich ist das eine ganz andere Sache. Ich bin vor über einem Jahr von meinem Job als Radiomoderatorin dank Corona in die Arbeitslosigkeit gerutscht. Dank Corona habe ich dann ewig keine Stelle gefunden, mittlerweile habe ich umgeschult zur Social Media Managerin und arbeite vom Home Office aus für eine österreichische Social Media Agentur. Ja, die Arbeit macht mir auch wirklich viel Spaß. Aber irgendwie bin ich nicht zu einhundert Prozent glücklich damit. Mir fehlt etwas…

Und dann gibt es noch ein Thema, mit dem ich in letzter Zeit sehr zu kämpfen habe: mein Gewicht. Irgendwie komm ich auch da nicht voran. Dann sieht man im Freundeskreis Mädels, die endlich ihr Traumgewicht erreichen. Man fragt sich, was man falsch macht? Man fängt wieder an an sich selbst zu verzweifeln, sucht Gründe und fängt an sich in Gedankengänge zu verstricken und zieht sich selbst immer weiter runter – immer weiter in ein tiefes Loch an noch mehr Selbstzweifeln und Unsicherheit.

Ich bin immer noch auf der Suche nach meinem vollständigen Glück. Das ist kräftezehrend und nervenraubend und manchmal macht dieses ständige Auf und Ab überhaupt keinen Spaß mehr, aber irgendwann werde ich auch diese kleine bisschen Glück noch finden.

Und ja vielleicht ist dieser Blogeintrag heute nicht so positiv gestimmt wie sonst, aber manche Sachen müssen manchmal einfach raus.

One thought on “Wenn irgendwie die Luft raus ist…

  1. Salut, wenn Sie gestatten, dann klopf’ ich Ihnen mal leicht auf die Schulter und sage “Kopf hoch”. Ihre Hausarbeiten habe ich nur kurz überflogen und ich denke, Sie müssen sich nicht um Ihr Potential sorgen. Alles Gute, Roman Fidel

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